Archiv für Juni, 2010

GoogleCL unter Fedora 13

Ich habe mir mal die GoogleCL Tools runtergeladen und unter der Fedora 13 installiert.

Als erstes erst mal die Abhängigkeiten studiert. Okay, wir brauchen die Python-Gdata-Bibliothek. Also

sudo yum install python-gdata

aufgerufen. Die Version, die bei der Fedora 13 dabei ist (2.0.9), passt. Danach das googlecl-0.9.7.tar.gz entpackt und in dem neu entstandenen Verzeichnis beherzt

sudo python setup.py install

aufgerufen. Nach ein paar Sekunden ist auch alles schon vorbei. Jetzt haben wir die GoogleCL Tools auch schon installiert. Ein kleiner Test mit

google contacts list

zeigt uns, das unter $HOME/.googlecl/ eine config Datei erzeugt wurde. Dort könnt ihr unter [global] euren Google Usernamen eintragen: user = euerusername. Damit erspart ihr euch das jeweilige angeben des Usernamens beim Aufruf der Tools. Beim ersten Aufruf eines der angebotenen Service (contacts, picasa usw.) wird euer Browser gestartet, um eine Authentifizierung durchzuführen. Ihr findet danach unter $HOME/.googlecl/ eine Datei mit dem Access Token für genau den Service, den ihr gerade das erste Mal aufgerufen habt. Beachtet, das diese Prozedur bei jedem erstmaligen Aufruf eines Services stattfindet.

Fazit: Ich finde diese CommandLine-Tools genial. Jetzt kann ich aus Scripts heraus schnell und unproblematisch auf von mir genutzte Dienste zugreifen. Zwei Szenarien fallen mir jetzt schon ein: automatische Synchronisation meiner E-Mail Adresse aus mutt heraus und vim nutzen, um einmal am Tag mein diary zu synchronisieren. Schon jemand ein Script fertig? ;-)

Nachtrag: Seit ein paar Tagen gibt’s die aktuellen GoogleCL Tools auch als fertiges RPM in updates für Fedora 13. Also einfach

sudo yum install googlecl

aufgerufen und gut ist.

Erstellt am Freitag 25. Juni 2010
Unter: Fedora, Linux und Unix, Programmieren, Tools | Keine Kommentare »

MongoDB und Fedora 13

NoSQL ist ja zur Zeit in aller Munde. So habe ich mich mal umgeschaut, und will mich in Zukunft ein wenig mit MongoDB befassen. Und da es für MongoDB für fast alle Mainstream Programmiersprachen einen Treiber gibt, lohnt sich der Blick, aus meiner Sicht, auf jeden Fall.

Als erstes steht allerdings  erst einmal eine Installation auf meiner Fedora 13 Workstation an. Es gibt auf den Download-Seiten des Projekts fertige, generische Binaries und auch RPMs für Fedora/CentOS, jedoch für Fedora nur 11/12 und auch nur als x86_64. Also heißt die Devise: selber bauen. Da ich diese Schritte auch für Fedora Neulinge nachvollziebar halten will, fange ich wirklich ganz von Vorne an. Alles was hier beschrieben steht, außer die Installationen mit yum, wird als normaler $User ausgeführt.

1. Mit

yum install rpm-build rpmdevtools auto-buildrequires

werden die nötigen Tools, und deren Abhängigkeiten, installiert. Diese sind grundlegend für das Bauen der RPM-Pakete. Des weiteren installiert ihr mit

yum install gcc-c++ cons js-devel readline-devel boost-devel pcre-devel

alle anderen, für den Build der MongoDB RPMs, benötigten Sachen.

2. Mit einem beherzten Aufruf von rpmdev-setuptree erzeugt ihr die nötige Ordnerstruktur. Danach solltete ihr in $HOME folgendes vorfinden:

  • rpmbuild/BUILD
  • rpmbuild/RPMS
  • rpmbuild/SOURCES
  • rpmbuild/SPECS
  • rpmbuil/SRPMS

3. Ihr entpackt das runtergeladene tar.gz Archiv von MongoDB und sucht dort nach einem rpm-Ordner. In diesem befindet sich eine mongo.spec Datei. Kopiert die mongo.spec in den SPECS Ordner. Das Verzeichnis des entpackten Archivs benennt ihr nun einfach von mongodb-src-r${Version} in mongo-${Version} um und erzeugt mit diesem Ordner ein neues Archiv, welches dann z.B. mongo-1.4.2.tar.gz heißt. Dies hat mit einigen Kleinigkeiten in der spec-Datei zu tun. Ich werde hier, in den nächsten Tagen, eine überarbeitete Datei zum Download anbieten.

4. Dieses Archiv kopiert ihr nun in den SOURCES Ordner der zuvor erzeugten rmpbuild Umgebung.

5. Wechlselt in den rpmbuild Ordner und gebt jetzt einfach rpmbuild -ba –clean SPECS/mongo.spec ein. Sollte alles richtig installiert sein, beginnt jetzt der übliche configure, make und build Prozess. Es dauert eine Weile, je nachdem wieviel Leistung euer Rechner bietet.

6. Ist der Build-Prozess abgeschlossen, solltet ihr in RPMS/$(eure Architecktur) 4 rpm-Dateien vorfinden, die alle mongo-irgendwas.rpm heißen. Von diesen 4 benötigen wir nur den mongo-server und das mongo Paket. Diese beiden installieren wir nun mit

yum localinstall --nogpgcheck paket1 paket2

Wer an MongoDB selbst entwickeln möchte, oder aber z.B. eine Schnittstelle zu PHP braucht, der sollte auch das devel-Paket installieren.

7. Zum Schluß geben wir als root/sudo noch schnell service mongod start ein und können dann im Browser unsere Vertrauens, unter http://localhost:28017, unsere Installation bewundern.

So, das war’s für’s erste. Jetzt habt ihr unter Fedora 13 eine funktionierende MongoDB Installation am Laufen. Wenn ihr mit PHP entwickelt, reicht nun ein

pecl install mongo

, vorrausgesetzt ihr habt das devel-Paket von MongoDB installiert. Für Java gibt es auch passende JDBC-Treiber auf den Projektseiten.

Erstellt am Donnerstag 10. Juni 2010
Unter: Datenbanken, Fedora, Linux und Unix, MongoDB, Programmieren | 4 Kommentare »

Offizielles Mitglied der Piratenpartei

Seit heute bin ich offizielles Mitglied der Piratenpartei. Auch wenn diese, realistisch betrachtet, in der heutigen Form noch nicht regierungsfähig ist, kann sie doch einiges bewirken. Eine kritische Opposition ist genauso wichtig! Aufmerksam machen, wach rütteln und Hinterfragen, sind Dinge die im derzeitigen Parteientheater der Bundesregierung leider untergehen. Und genau deshalb bin ich Pirat geworden. Außerdem geht mir so einiges gegen den Strich, speziell die ganzen Zensur/Überwachungs/Gängelungs-Ambitionen…

Erstellt am Freitag 4. Juni 2010
Unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Noch einmal Netbeans 6.9 und zf.ini

Ich hatte vor einiger Zeit etwas über den Fehler beim Provider registrieren des Zend Frameworks in Netbeans 6.9 geschrieben. Also, ich hatte dort leider eine Kleinigkeit unterschlagen, der includepath in der von Netbeans erzeugten zf.ini sollte natürlich auch include_path heißen. Dies wird aber beim Anlegen der Datei von Netbeans falsch geschrieben. Aufgefallen ist es mir jetzt, nachdem ich mein System neu aufgesetzt hatte, und in diesem Zug auch Netbeans RC2 installiert wurde.

Erstellt am Freitag 4. Juni 2010
Unter: Netbeans, Zend Framework | Keine Kommentare »

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